Es gibt Sätze, die harmlos klingen und trotzdem gefährlich sind. “Das bringt sowieso nichts.” “Da kann ich nichts machen.” “Die Rahmenbedingungen lassen es nicht zu.” “Die da oben entscheiden ohnehin.”
Manchmal stimmt das sogar. Nicht jede Führungskraft kann Budgets verändern, Strategien bestimmen oder jede personelle Situation lösen.
Aber genau hier trennt sich Resignation von Selbstwirksamkeit. Selbst-wirksamkeit bedeutet nicht: “Ich kann alles.” Sie bedeutet: “Ich traue mir zu, mit dieser Situation wirksam umzugehen.”
Das ist ein entscheidender Unterschied. Denn Führungskräfte, die überzeugt sind, ohnehin nichts bewirken zu können, hören irgendwann auf, Möglichkeiten zu suchen. Sie reagieren. Sie verwalten. Sie warten.
Selbstwirksame Führungskräfte dagegen fragen: “Was kann ich konkret beeinflussen?” “Welche Fähigkeit fehlt mir noch?” “Was wäre mein nächster sinnvoller Schritt?”
Drei Gedanken sind dabei zentral:
1. Selbstwirksamkeit ist kein Optimismus
Es geht nicht darum, Schwierigkeiten schönzureden. Selbstwirksamkeit bedeutet, Herausforderungen realistisch zu sehen und sich trotzdem zuzutrauen, damit umgehen zu können.
2. Kompetenz darf wachsen
Niemand muss bereits alles können. Selbstwirksamkeit heisst auch, zu erkennen: “Diese Fähigkeit fehlt mir noch. Aber ich kann sie ent-wickeln.” Genau darin liegt eine starke Führungsqualität.
3. Selbstwirksamkeit wirkt auf das Team
Führungskräfte prägen, wie Mitarbeitende Herausforderungen ein-schätzen. Wer ständig vermittelt, dass nichts möglich ist, erzeugt Passivität. Wer Handlungsspielräume sichtbar macht und Verantwortung zutraut, fördert Entwicklung.
Selbstwirksamkeit ist deshalb weit mehr als persönliches Selbstvertrauen. Sie entscheidet mit darüber, ob Führungskräfte und Teams bei Schwierigkeiten in Bewegung bleiben oder innerlich aussteigen.
In der beigefügten Checkliste finden Sie 6 konkrete Hebel, mit denen Sie Ihre Selbstwirksamkeit im Führungsalltag noch weiter ausbauen können.
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