Wer führt, wird provoziert! Von Mitarbeitenden, von Kunden, von Vorgesetzten, von Veränderungen, von Fehlern. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht, ob Emotionen entstehen. Die Frage lautet: Was machen Sie damit?

Viele Führungsfehler passieren nicht aus mangelndem Wissen. Sie entstehen in Sekundenbruchteilen. Eine genervte Antwort, ein vorschnelles Urteil, eine emotionale E-Mail, ein öffentlicher Kommentar im falschen Moment.

Kurz gesagt: Die erste Reaktion gewinnt oft. Die bessere Reaktion kommt später.

Genau hier beginnt Impulskontrolle. Impulskontrolle bedeutet nicht, Emotionen zu unterdrücken. Sie bedeutet, zwischen Reiz und Reaktion einen Moment der bewussten Entscheidung zu schaffen. Wer diesen Moment nutzen kann, führt anders.

Drei Gedanken dazu:

  1. Emotionen sind wertvolle Signale

Ärger, Frustration oder Enttäuschung zeigen, dass etwas nicht stimmt. Sie sind wichtige Hinweise. Gefährlich werden sie erst, wenn sie unmittelbar das Handeln bestimmen.

  1. Führung braucht Abstand

Nicht jede Situation verlangt eine sofortige Antwort. Oft gewinnt die Führungskraft, die zuerst nachdenkt und erst danach reagiert.

  1. Gelassenheit schafft Wirkung

Mitarbeitende beobachten ihre Führungskraft genau. Wer unter Druck ruhig bleibt, vermittelt Sicherheit. Wer impulsiv reagiert, erzeugt Unsicherheit.

Die Qualität einer Führungskraft zeigt sich selten in einfachen Situationen. Sie zeigt sich dann, wenn Emotionen hochgehen und trotzdem klar gehandelt wird.

In der beigefügten Checkliste finden Sie 6 konkrete Hebel, um Ihre Impulskontrolle im Führungsalltag zu stärken.

Übrigens: Laut werden ist einfach. Wirksam bleiben unter Druck ist Führung.

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